25.12.10

der andere

So ab und zu googelt, binged oder yahooed man sich ja, den eigenen Namen meine ich, und das kommt möglicherweise so. 

Man sitzt gelangweilt vor dem Computer, weiß eigentlich gar nicht weshalb, checked ungefähr siebentausend mal seine E-Mails - innerhalb einer halben Stunde - und so ungefähr nach dem sechstausendneunhundertneunundneunzigsten mal des immer verzweifelteren Checkens begreift man endlich, dass es keine neuen Nachrichten gibt, und schlußfolgert etwas bitter, dass all die Freunde und Bekannten sich einen Mist um einen scheren.

Falsche Freunde. Böse Welt. Man kann sich eben nur auf sich selbst verlassen, das ist traurig, aber doch wahr, Selbstbezug ist deshalb die einzig verbleibende Lebensstrategie, angesichts der bereits erklärten,  vorherrschenden, menschlichen Kälte auf dieser Welt. Zwanghaft vor dem PC sitzend bedeutet das - logisch - den eigenen Namen zu bingen etc. Mitmenschen haben das einfach nicht verdient. Pack.

Und beim Yahooen etc. habe ich dann mit Erstaunen festgestellt, dass ich nicht der einzige meines schönen Namens im weltweiten Netz bin, sondern dass noch drei bis vier andere Menschen heißen wie ich. Namensmäßig bin ich somit nicht einzigartig - sonst selbstverständlich schon - und einer dieser Namenvetter scheint ein rechter Gourmet zu sein, kommentiert und bewertet irgendwelche Süßigkeiten auf einer entsprechenden Seite.

Ich möchte hiermit und an dieser Stelle mit aller Deutlichkeit klarstellen, dass ich dieser eben nicht bin, sondern ein anderer mit dem selben Namen. Ich habe nichts gegen Süßigkeiten, im Gegenteil, esse oder genauer ausgedrückt, fresse die selbst ganz gerne, aber - bei allem Respekt vor dem Namensvetter - ich würde die niemals kommentieren oder beurteilen und schon gar nicht öffentlich.

Ja, mit diesem Internetz, da kann man in Teufels Küche kommen. Wahrscheinlich hat unser Bundesverfassungsschutz diese Falschinformation über die Süßwarenkommentiererei bereits in meine personenbezogenen Daten aufgenommen, wer weiß das schon in diesen Tagen: BernieKa, mittelprächtiger Blogger und Süßwarenexperte. Googelt außerdem ständig seinen Namen im Internetz. Sehr verdächtig. Wahrscheinlich 'ne linke Bazille. Auf den müssen wir aufpassen.

1 Kommentare:

Alvin hat gesagt…

Ja, da muss man aufpassen...nicht das du noch Diabetes bekommst, von den vielen süßigkeiten ;)