Und ich meine nicht dieses Gedränge beim Rugby, sondern ein ziemlich tierisches, eines, das sich in der oberen Ecke meines Badezimmers abspielt. Seit Herbstbeginn versucht sich dort ein wackerer Haufen Marienkäfer über den Winter zu kuscheln. Es gab bereits Verluste, zwei Schlawiner entfernten sich unerlaubterweise von der Truppe, zur falschen Zeit, als ich duschte, und ersoffen. Tragisch.
Aber fünf halten noch durch und wenn man genau hinguckt, dann erkennt man, dass es sich um jene Spezies handelt, die den gemeinen europäischen Marienkäfer so langsam aus den heimatlichen Gefilden verdrängt - wie der aufmerksame Leser meines Online-Magazins weiß, tragen diese Käfer mit Migrationshintergrund einige Punkte mehr auf den Flügeln als die einheimischen.
Vielleicht sind die offenbar prüden, europäischen Marienkäfer noch nicht auf den Trichter mit der Zusammendrängerei gekommen, und es fehlt dann im Frühjahr - geplagt und geschwächt von der üblichen Winterdepression - so etwas die Energie im Darwinschen Kampf um das Überleben, so dass sie von diesen richtig lebendigen Südländern langsam verdrängt werden. Und was lernen wir daraus, was bleibt von diesem hübschen Beitrag; vielleicht, dass man kuschelnd besser durch den Winter kommt, muss jetzt ja nicht gleich zu siebt sein, prost Neujahr, jedenfalls.

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